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Bacon

Gebirgsschweißhund-Mischling, 1 Jahr

Heute möchte ich euch von Bacon, einem Gebirgsschweißhund- Mischling erzählen. Er kam mit etwa 5 Monaten zu mir ins Training. Er konnte damals nicht alleine bleiben, war in Begegnungen mit Mensch und Hund sehr aufgeregt, folgte seiner Halterin in der Wohnung in jedes Zimmer und forderte Aufmerksamkeit ein.

Training von Face-to-Face war hier nur schwer möglich, da die Familie in Tirol lebt. Es gab 2 Treffen in Wien, wo wir Begegnungen übten, ich Fragen beantwortete oder kleine Fehler, die sich eingeschlichen haben, korrigierte. Ansonsten sah das Training  so aus, dass ich Videos bekam – dazu telefonierten wir und erarbeiteten einen Trainingsplan, der für Hund und Halterin umsetzbar war. War etwas nicht gut zum Erklären schickte ich Videos von mir und meiner Hündin zurück, um einfach gewisse Schritte besser erklären zu können.

Wir führten Ruhezeiten ein, da nach der Analyse klar war, es gab zu viel Action für den jungen Hund.

Während der Ruhezeit wurde auf die Aufforderungen von Bacon nicht mehr eingegangen, wenn er sich von selbst hinlegte und ruhig war, wurde er durch ruhiges streicheln ohne Worte bestätigt. Die Aktivzeiten wurden abwechslungsreich gestaltet und es wurde später in der Pubertät/Adoleszenz auch auf seine Stimmung geachtet.

Das Alleinsein wurde kleinschrittig aufgebaut und ich bat sein Frauchen darum, Bacon nicht mehr alleine zu lassen, außer fürs Training. Er machte tolle Fortschritte und seine Familie übte fleißig mit ihm.

Heute kann Bacon 3,5 Stunden alleine bleiben ohne zu heulen und Türstöcke zu zerstören. Er kommt verschlafen von seinem Platz zur Tür und begrüßt seine Familie. Menschen- und Hundebegegnungen werden mit einem kurzen WUFF kommentiert aber Bacon bleibt neben seinem Frauchen – flippt nicht mehr aus, zerrt nicht mehr bellend an der Leine.

Ich bin stolz darauf, was hier geleistet wurde! Sein Frauchen hat immer alles toll umgesetzt, wenn was unklar war, fragte sie nach und ich erklärte es ihr nochmal. Frauchen hat auch an sich gearbeitet und somit wesentlich das Verhalten in den Begegnungen verändert.

Danke, dass ich mit euch arbeiten durfte und noch immer darf!