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„Wir wollen einen Hund!“ Teil 1

Aber woher?- Tierheim, Tierschutz oder Züchter?

„Ich will einen Hund!“. Wie oft hören Eltern wohl diesen Satz von ihren Kindern. Einige Eltern möchten dann ihrem Kind diesen Wunsch erfüllen und fangen an sich umzuschauen. Kinder wollen ja dann meistens einen Welpen, weil die ja so putzig sind aber woher holen? Vom Tierheim, Tierschutz oder doch vom Züchter? Er soll doch „perfekt“ sein.

An dieser Stelle möchte ich ein paar Gedanken mit euch teilen.

Im Tierheim findet man leider öfters Welpen, was ich sehr traurig finde. Umso schöner, wenn so ein Welpe bei euch einzieht und bleiben darf. Diese Welpen sind Überraschungspakete, denn meistens kennt man ihre Vorgeschichte nicht, was aber nicht unbedingt schlecht sein muss. Beachten solltet ihr hier, dass ihr euch in jeder Situation wohl fühlt mit der Entscheidung und euch nicht von einem Mitarbeiter unter Druck setzen lässt. Informiert euch auch bei Mischlingen, welche Rassen drin sind. Gute Tierheime fragen vorab eure Lebenssituation ab, ob die Rasse zu euch passt.

Ein Welpe aus dem Tierschutz soll es werden. Hier solltet ihr euch wirklich intensiv über die Tierschutzorganisation informieren, schaut euch die Bewertungen an, sucht auch in Hundegruppen in sozialen Netzwerken, welche Erfahrungen vielleicht andere Hundehalter gemacht haben. Seht euch die Webseite genau an, eventuell ist es sogar möglich sich mal vor Ort um zuschauen. Es gibt leider sogenannte „Tierschutzorganisationen“, die so gar nichts mit Tierschutz am Hut haben. Dort werden Welpen gezüchtet um sie dann als arme, gerettete Welpen anzupreisen. Daher seid misstrauisch und fragt lieber einmal mehr nach.

Vom Züchter solltest du darauf achten, dass die Mutterhündin wirklich bei ihren Welpen sein darf und auch jederzeit zu ihnen kommt.  Die Mama ist für die Welpen wichtig, da sie sich noch viel von ihr abschauen. Sie verwarnt zB. die Welpen auch wenn sie zu heftig spielen. Die Mutterhündin und auch die Welpen sollten einen gesunden Eindruck auf euch machen (KEIN stark verfilztes Fell, verklebte Augen, starkes Kratzen – evtl. Flöhe od. Milben). Optimal wäre es auch, wenn die Welpen im Haus und im bewohnten Bereich aufwachsen. So würden sie sich schon von klein auf, an die Geräusche im Haus und an uns Menschen gewöhnen. Der Abgabezeitpunkt hat sich in den letzten Jahren auch etwas verschoben. Anfang der 9.Woche sollte der früheste Termin sein, wenn der Züchter in seiner Rolle aufblüht und sich ganz der Aufzucht widmet, dann ist es auch möglich den Welpen erst in der 11. oder 12. Woche zu holen.  

Die Alarmglocken sollten schrillen, wenn

  • ihr die Welpen nicht besuchen dürft
  • ihr nicht sehen dürft, wo und wie sie aufwachsen
  • die Mutterhündin euch nicht vorgestellt wird
  • Welpen über diverse Internetportale verkauft werden und noch dazu zu einem sehr günstigen Preis
  • es keinen EU-Impfpass gibt
  • der Züchter bei keinem Verband eingetragen ist (Züchter von FCI-Rassen sind alle in einem Verband, der die Rassestandards kontrolliert)

Egal woher der Welpe letzten Endes kommt, es kann immer zu Problemen kommen. Wichtig ist nur, dass ihr in liebevoll erzieht und er bei euch bleiben darf bis zur Regenbogenbrücke. Den „perfekten“ Hund gibt es nicht. So wie wir, muss auch der Welpe lernen, was Richtig und was Falsch ist und das ist eure Aufgabe. Auf einiges können wir aber leider keinen bzw. nur bedingt Einfluss nehmen, zB Gesundheit oder den Charakter.

Meine Hündin hat ein leichtes Untergebiss, obwohl sie vom Züchter ist. Trotzdem ist sie für mich –  PERFEKT ❤️